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Longevity & Anti-AgingResearch Use OnlyProfil #113
#113

SHLP2

Small Humanin-Like Peptide 2 – Mitochondriales Anti-Aging-Peptid

Was es ist

SHLP2 (Small Humanin-Like Peptide 2) ist ein 12-Aminosäuren-Peptid, das wie Humanin aus dem mitochondrialen Genom kodiert wird – spezifisch aus der 12S ribosomalen RNA-Region.

Es wurde 2016 von Bhupinder S. Bhatt und der Gruppe um Pinchas Cohen (USC) entdeckt und ist Teil der MDPs (Mitochondrial-Derived Peptides). SHLPs 1–6 wurden alle aus der 12S-rRNA-Region identifiziert. SHLP2 zeigt von allen SHLPs die stärkste biologische Aktivität: anti-apoptotisch, neuroprotektiv, insulinsensibilisierend und anti-atherosklerotisch. Zirkulierende SHLP2-Spiegel sind im Serum messbar und nehmen mit dem Alter ab.

Wofür es erforscht wird

  • Longevity und Anti-Aging
  • Typ-2-Diabetes und Insulinsensitivität
  • Neuroprotektion (Alzheimer, β-Amyloid)
  • Mitochondriale Funktion
  • Kardiovaskulärer Schutz
  • Anti-apoptotische Signalwege
  • Prostatakrebs (SHLP2 als Tumorsuppressor)

Stand der Forschung

Evidenzlevel: präklinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Im Plasma kurz, genaue HWZ unbekannt. Endogene Serumspiegel messbar.

Anwendung in der Forschung

Kein Therapeutikum. Forschungs-Dosen: 0,5–5 mg/kg i.p. in Nagetier-Studien. Optimierung stabiler Analoga läuft.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

SHLP2 gehört zur Familie der mitochondrialen Peptide (MDPs), zu der auch Humanin und MOTS-c zählen. Diese Entdeckung veränderte das Verständnis des mitochondrialen Genoms: Lange glaubte man, es kodiere ausschließlich 13 Proteine für die oxidative Phosphorylierung sowie rRNAs und tRNAs. Cohen et al. zeigten, dass aus den rRNA-Regionen tatsächlich kleine biologisch aktive Peptide translatiert werden können.

Das evolutionäre Konzept hinter MDPs: Mitochondrien als Energiesensoren kommunizieren mit dem Rest der Zelle und dem Organismus über Peptid-Botenstoffe. Wenn Mitochondrien stress-belastet sind, verringert sich die MDP-Produktion → der Spiegel sinkender MDPs mit dem Alter ist möglicherweise ein Treiber des Alterns.

Wirkmechanismus

  • Anti-Apoptose: SHLP2 aktiviert pro-Überlebens-Signalwege (AKT, ERK1/2) in Neuronen und Kardiomyozyten
  • Insulinsensitivierung: Steigerung der Glukoseaufnahme in Muskel und Fettgewebe via IR/IGF1R
  • β-Amyloid-Schutz: Reduktion Aβ-induzierter Apoptose in hippocampalen Neuronen
  • Mitochondriale Biogenese: PGC-1α-Aktivierung → mehr Mitochondrien
  • Anti-Atherosklerotisch: Reduktion oxidativer Schäden in Endothelzellen
  • Tumorsuppressiv: SHLP2-Überexpression hemmt Prostatakrebszell-Proliferation

Biomarker-Potenzial

SHLP2-Serumkonzentrationen:

  • Sinken mit dem Alter (ähnlich wie Humanin)
  • Sind niedrig bei Typ-2-Diabetes
  • Korrelieren invers mit Prostatakrebsrisiko (EPIC-Studie)

Verbindung zum Humanin-System

SHLP2 teilt viele Eigenschaften mit Humanin, hat aber ein breiteres Wirk-Spektrum und in manchen Assays stärkere Effekte. Beide binden möglicherweise ähnliche Rezeptoren (FPRL1/FPR2, gp130/CNTFR/WSX-1).

Einschränkungen

Alle Interventionsdaten aus Tier-Studien. Keine Humandaten zur exogenen SHLP2-Gabe. Pharmakokinetik und optimale Dosis unbekannt. Große Chancen, aber Entwicklungsstadium sehr früh.

STUDIEN

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