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Longevity & Anti-AgingResearch Use OnlyProfil #05
#05

Epitalon

Synthetisches Tetrapeptid (Ala-Glu-Asp-Gly)

Was es ist

Epitalon (auch: Epithalon, Epithalamin-Fragment) ist ein synthetisches Tetrapeptid aus den vier Aminosäuren Alanin, Glutaminsäure, Asparaginsäure und Glycin (AEDG).

Es wurde am St. Petersburger Institut für Bioregulation und Gerontologie von Vladimir Khavinson aus dem Zirbeldrüsenextrakt Epithalamin entwickelt und synthetisch hergestellt. Postulierter Wirkmechanismus: Regulation der Telomerase-Aktivität und epigenetische Genregulation in spezifischen Gewebetypen.

Wofür es erforscht wird

  • Telomer-Verlängerung (Telomerase-Aktivierung)
  • Zirbeldrüse / Melatonin-Regulation
  • Anti-Aging und zelluläre Seneszenz
  • Circadianer Rhythmus
  • Longevity in Tiermodellen

Stand der Forschung

Evidenzlevel: präklinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Sehr kurz – wenige Minuten im Plasma (Tetrapeptid, rascher Abbau). Biologische Effekte werden über Genregulation hypothetisiert, nicht über anhaltende Plasmaspiegel.

Anwendung in der Forschung

In der Forschung subkutan oder intravenös. Orale Bioverfügbarkeit fraglich (Peptidase-Abbau). Forschungsdosierungen: 5–10 mg/Tag subkutan in Kurszyklus (10–20 Tage). Keine international validierte Dosierung.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Epitalon ist ein zentrales Forschungsobjekt der russischen Bioregulator-Schule um Vladimir Khavinson am Institut für Bioregulation und Gerontologie in St. Petersburg. Diese Forschungsrichtung postuliert, dass kurze Peptide (Bioregulators/Cytomaxe) gewebespezifisch die Genexpression beeinflussen können – eine interessante, aber kontroverse Theorie.

Historisch stammt Epitalon aus der Erforschung von Epithalamin, einem Zirbeldrüsenextrakt. Beim Versuch, den aktiven Wirkstoff zu isolieren, synthetisierte Khavinsons Gruppe das Tetrapeptid AEDG.

Postulierter Wirkmechanismus

Die von der Khavinson-Gruppe vorgeschlagenen Mechanismen:

  • Telomerase-Aktivierung: In Zellkultur (humane Fibroblasten) wurde eine Aktivierung der Telomerase beobachtet – was theoretisch Telomerverlängerung ermöglichen könnte
  • Genexpressionsmodulation: Chromatin-Interaktion des Tetrapeptids mit Histonen soll spezifische Gene aktivieren (molekular nicht vollständig belegt)
  • Melatonin-Regulation: Stimulation der Melatonin-Produktion in der Zirbeldrüse

Was die Forschung untersucht

Berichtete Effekte aus präklinischen und einzelnen klinischen Studien (überwiegend russisch publiziert):

  • Aktivierung von Telomerase in Zellkulturen menschlicher Fibroblasten
  • Verlängerung der Lebensspanne in Tiermodellen (Mäuse, Ratten, Drosophila)
  • Modulation der Melatonin-Produktion
  • Effekte auf den Schlaf-Wach-Rhythmus

Was kritisch zu sehen ist

  • Die Evidenz konzentriert sich stark auf eine Forschungsgruppe (Khavinson et al.)
  • Unabhängige Replikationen außerhalb Russlands sind rar bis nicht existent
  • Hochwertige randomisierte Humanstudien nach westlichem Standard fehlen vollständig
  • Die genauen molekularen Wirkmechanismen sind nicht unabhängig charakterisiert
  • Telomerverlängerung als Outcome-Maß ist methodisch anspruchsvoll – kurze Zellkulturstudie sind kein Beweis für Anti-Aging-Effekte in vivo
  • Der Titel des vielzitierten In-vitro-Papers (2003) ist irreführend: "Inhibition of telomerase activity" – in anderen Papers derselben Gruppe wird Aktivierung beschrieben, was auf methodische Inkonsistenz hindeutet

Wichtige Hinweise

  • Nicht für die Anwendung am Menschen zugelassen (weder in Russland noch international)
  • Keine validierten Sicherheitsdaten: Systemische Wirkungen bei wiederholter Anwendung nicht untersucht
  • Telomerase und Krebsrisiko: Telomerase-Aktivierung ist ein zweischneidiges Schwert – Krebszellen sind charakteristisch durch erhöhte Telomerase-Aktivität; theoretisches Risiko bei systemischer Telomerase-Aktivierung

Rechtlicher Status (Deutschland)

Epitalon ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen. Vertrieb und Anwendung am Menschen sind nicht erlaubt. Bezug erfolgt typischerweise über Research-Anbieter mit „Research Use Only”-Deklaration.

Einordnung

Epitalon ist eines der bekanntesten Longevity-Peptide im Biohacker-Umfeld. Die Faszination ist verständlich – Telomerverlängerung ist ein attraktives Konzept –, aber die Evidenzlage ist deutlich dünner, einseitiger und methodisch fragwürdiger, als die populären Narrative suggerieren. Das theoretische Krebsrisiko durch Telomerase-Aktivierung wird in Biohacking-Kreisen oft ignoriert. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, sollte diese kritischen Punkte kennen.

STUDIEN

Verlinkte Forschung

01
In-vitro2004

Peptide promotes overcoming of the division limit in human somatic cell

Khavinson VKh, et al. · Bull Exp Biol Med

Hinweis: Wir empfehlen, jede zitierte Studie eigenständig zu prüfen. Aktualität, Methodik und Übertragbarkeit auf den Menschen sollten kritisch bewertet werden.

WEITERE PROFILE

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