Bodycode_Research
Longevity & Anti-AgingResearch Use OnlyProfil #89
#89

Pinealon

Khavinson-Tripeptid für Gehirn und Nervensystem

Was es ist

Pinealon (EDR, Glu-Asp-Arg) ist ein synthetisches Tripeptid, entwickelt von Vladimir Khavinson und dem Institut für Bioregulation und Gerontologie in St.

Petersburg. Es gehört zur Klasse der sogenannten Tissue-specific Bioregulators (Cytomaxes) – kurze Peptide, die postuliert werden, in spezifische Körpergewebe (hier: Gehirn und Nervensystem) einzudringen und dort die Genexpression epigenetisch zu modulieren. Pinealon wird aus Zirbeldrüsen- und Gehirngewebe-Extrakten der Ratte entwickelt und ist strukturell mit Dikaryon-Peptiden aus der EDR-Klasse verwandt.

Wofür es erforscht wird

  • Neuroprotektive Wirkungen (Ishämie
  • oxidativer Stress)
  • Kognitive Funktion und Gedächtnis
  • Altersbedingte neuronale Degeneration
  • Retinale Schutzfunktion
  • Zirkadiane Rhythmik und Schlaf
  • Anti-Aging der Neuronenzellen

Stand der Forschung

Evidenzlevel: präklinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Als Tripeptid sehr kurz im Plasma. Postulierter Wirkungsmechanismus über Genregulation impliziert anhaltende Effekte trotz kurzer Plasmapräsenz.

Anwendung in der Forschung

Oral: 1–3 Kapseln (10 mg) täglich. Sublingual möglich. Kurstherapie: 1–3 Monate, dann Pause. Keine international validierte Dosierung.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

Premium freischalten – 99 € einmalig

Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Pinealon entstammt dem wissenschaftlichen Werk von Vladimir Khavinson, der seit den 1970er-Jahren Gewebepeptide aus verschiedenen Organen isoliert und synthetisiert hat. Die Grundthese: Kurze Peptide dringen in Zellkerne ein, binden an DNA und regulieren dort die gewebespezifische Genexpression. Pinealon ist der postulierten Hirnpeptid-Fraktion zugeordnet.

Die Forschungsgruppe um Khavinson hat eine umfangreiche, hauptsächlich russischsprachige Literatur zu diesen Tripeptiden publiziert. Internationale, unabhängige Replikationsstudien sind rar.

Wirkmechanismus (postuliert)

  • DNA-Bindung: EDR-Tripeptid soll spezifisch an Promotor-Regionen hirnspezifischer Gene binden
  • Epigenetische Regulation: Histonmodifikationen, veränderte Chromatinstruktur → Genexpression neuronaler Marker
  • Antioxidativer Schutz: Reduktion von ROS in Neuronen in Zellkulturen
  • Retinaler Schutz: Bei ischämischen Bedingungen zeigte EDR in Tier­studien Photorezeptor-Schutz
  • BDNF-ähnliche Effekte: Postulierte Stimulation neurotropher Faktoren

Einschränkungen

Die Wirkungshypothese (kurze Tripeptide binden direkt an DNA) ist biochemisch umstritten. Peptide in freier Form werden im GI-Trakt zu Aminosäuren hydrolysiert; dass intakte Tripeptide die Blut-Hirn-Schranke passieren und dann selektiv Genpromotoren binden, ist aus pharmakokinetischer Sicht spekulativ. Die meisten Studien stammen aus einer einzigen Forschungsgruppe. Humane kontrollierte Studien fehlen weitgehend.

STUDIEN

Verlinkte Forschung

WEITERE PROFILE

Verwandte Peptide

Zurück zur Datenbank
Teilen