Bodycode_Research
Weitere & verwandte WirkstoffeResearch Use OnlyProfil #182
#182

Galanin Message-Associated Peptide

GMAP-104 – N-terminales Galanin-Vorläufer-Peptid

Was es ist

Galanin Message-Associated Peptide (GMAP) ist ein 104-Aminosäuren-Peptid, das zusammen mit Galanin (1-30) aus dem Vorläuferprotein Prepro-Galanin (158 AA) durch Proteolyse entsteht.

GMAP umfasst den C-terminalen Bereich des Prepro-Galanins (Positionen 55–158). Während Galanin intensiv untersucht wurde, blieb GMAP lange im Schatten. Neuere Studien zeigen jedoch, dass GMAP eigenständige biologische Aktivität besitzt – insbesondere in der spinalen Schmerzverarbeitung (GMAP-104 hat spinal antinozizeptive Wirkung) und in der Neuroimmun-Regulation. GMAP-104 enthält ein GMAP-spezifisches C-terminales Peptid (GMAP-25) als aktives Fragment.

Wofür es erforscht wird

  • Schmerzmodulation (spinale Antinozizeption)
  • Neuroinflammation
  • Galanin-System-Biologie
  • Neuroendokrine Regulation

Stand der Forschung

Evidenzlevel: präklinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Unbekannt. GMAP-25-Fragment stabiler als gesamtes GMAP.

Anwendung in der Forschung

Ausschließlich Forschungsreagenz. In Tierversuchen: i.t. GMAP-104 für antinozizeptive Effekte. Keine klinische Anwendung.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

Premium freischalten – 99 € einmalig

Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

GMAP ist ein Beispiel für „Satellite Peptide” – Peptide, die bei der Prozessierung eines bekannten Hormones entstehen und lange als biologisch inaktive „Abfallprodukte” abgetan wurden. Die Entdeckung, dass GMAP-104 eigenständige antinozizeptive Wirkung hat, revitalisierte das Interesse.

Das Konzept der ko-sezernierten Peptide ist pharmakologisch bedeutsam: Wenn Galanin bei Stimulation von nozizeptiven Afferenzen freigesetzt wird, wird gleichzeitig GMAP freigesetzt – beide könnten synergistisch oder modulatorisch wirken.

Prepro-Galanin Prozessierung

Prepro-Galanin (158 AA):
[Signalpeptid 1-22] → abgespalten
[Galanin 1-30] → Haupthormon
[GKK]-Linker
[GMAP 1-104 = Positionen 55-158]

Galanin und GMAP werden äquimolar freigesetzt (1:1-Verhältnis). In Geweben mit hoher Galanin-Expression (DRG, Rückenmark, Darm) sind auch hohe GMAP-Spiegel zu finden.

Antinozizeptive Eigenschaften

In spinalen Tierversuchen (intrathecal GMAP-104):

  • Reduzierte Antwort auf noxische Hitzestimuli
  • Mechanismus unklar – GMAP bindet nicht an Galanin-Rezeptoren GalR1-3
  • Möglicher eigener (unbekannter) Rezeptor für GMAP
  • Oder intrazellulärer Wirkort nach zellulärer Aufnahme

Einschränkungen

Forschungsfeld sehr klein. Kein GMAP-Rezeptor identifiziert. Wenig In-vitro-Daten. Keine klinische Relevanz bisher. Interessant als Beispiel für biologisch aktive „Propeptid-Fragmente”, aber weit von klinischer Nutzung entfernt.

STUDIEN

Verlinkte Forschung

WEITERE PROFILE

Verwandte Peptide

Zurück zur Datenbank
Teilen