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Creatin

Kein Peptid – Guanidinopropionsäure-Derivat

Was es ist

Creatin (Methylguanidino-Essigsäure) wird endogen in Leber, Niere und Pankreas synthetisiert und über die Nahrung (Fleisch, Fisch) aufgenommen.

Im Muskel zu Phosphokreatin (PCr) phosphoryliert – dient als schneller ATP-Regenerator bei Hochintensitätsbelastung (Phosphagen-System). Täglich ~2 g endogen synthetisiert; exogene Supplementation erhöht Muskel-PCr um 20–40 %.

Wofür es erforscht wird

  • Kraftsport und Hochintensitätsleistung
  • Muskelaufbau / Hypertrophie
  • Neuroprotektion (TBI, Parkinson, Huntington)
  • Kognitive Leistung
  • Herzinsuffizienz (Forschung)
  • Muskelerkrankungen (Myopathien)

Stand der Forschung

Evidenzlevel: etabliert.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Im Plasma: ~3 Stunden. Im Muskel: Phosphokreatin-Pool stabil, regeneriert zwischen Belastungen.

Anwendung in der Forschung

Oral 3–5 g/Tag (Erhaltung) oder Ladephase 20 g/Tag × 5–7 Tage. Creatin-Monohydrat ist die am besten untersuchte Form.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Creatin ist kein Peptid – aber aufgrund seiner engen Verbindung mit Aminosäure-Metabolismus und seiner Präsenz in der Longevity/Biohacking-Community wird es hier eingeordnet. Es ist das am besten untersuchte Nahrungsergänzungsmittel für Sportleistung weltweit, mit über 500 klinischen Studien.

Energiestoffwechsel: Das Phosphagen-System

Bei maximaler Belastung (Sprint, Gewichtheben) ist ATP in 1–2 Sekunden aufgebraucht. Phosphokreatin (PCr) regeneriert ATP in Millisekunden:

PCr + ADP → Kreatin + ATP (Kreatinkinase-Reaktion)

Höhere PCr-Reserven = länger andauernde Hochintensitätsleistung.

Evidenz für Kraftsport

Meta-Analysen zeigen konsistent:

  • +8–14 % Verbesserung bei Maximalleistung (1RM)
  • Beschleunigter Muskelaufbau in Kombination mit Krafttraining
  • Verbesserte Erholung zwischen Sätzen

Die Wirkung ist am stärksten bei kurzen, intensiven Belastungen (< 30 Sekunden).

Neuroprotektion – wachsendes Forschungsfeld

Creatin im Gehirn: der zerebrale Creatinstoffwechsel ist von Muskelstoffwechsel unabhängig. Forschungsansätze bei:

  • TBI (Hirntrauma): Kinderstudien zeigen reduzierte Schäden post-TBI
  • Parkinson, Huntington: Mitochondrienschutz in Neuronen
  • Depression und kognitive Leistung: Vorläufige positive Daten

Creatin-Monohydrat vs. Alternativen

Buffered Creatin, HCL, Kre-Alkalyn – alle teurer, keine klare Überlegenheit gegenüber Monohydrat in Studien. ISSN-Empfehlung: Monohydrat.

Rechtlicher Status (Deutschland)

Nahrungsergänzungsmittel. Frei verkäuflich. EFSA hat Creatin-Health-Claims für Sport zugelassen.

Einordnung

Creatin ist in seiner Wirksamkeit für Kraftleistung eine der seltenen Supplements mit A-Evidenz. Im Bereich Neuroprotektion wächst das Interesse. Sicherheitsprofil nach Jahrzehnten der Forschung: exzellent.

STUDIEN

Verlinkte Forschung

WEITERE PROFILE

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