Bodycode_Research
Longevity & Anti-AgingResearch Use OnlyProfil #150
#150

Colivelin

Humanin-ADNF Hybrid – Neuroprotektiver Peptid-Chimär

Was es ist

Colivelin (AGA-(C8R)-HN19) ist ein synthetisches 21-Aminosäuren-Hybrid-Peptid, designed aus zwei endogenen neuroprotektiven Peptiden: Humanin (HN, mitochondriales Peptid) und ADNF (Activity-Dependent Neurotrophic Factor, Fragment ADNF-9: Ser-Ala-Leu-Leu-Arg-Ser-Ile-Pro-Ala).

Colivelin wurde von der Nishimoto-Gruppe (Japan) entwickelt durch Fusion des ADNF-9-Peptids mit dem N-Terminus von Humanin. Das Resultat: ein Hybrid-Peptid mit deutlich höherer Potenz als beide Elternpeptide allein. Colivelin schützt Neuronen vor β-Amyloid-Toxizität, Prion-Proteinen, ER-Stress und ischämischen Schädigungen bei picomolaren Konzentrationen.

Wofür es erforscht wird

  • Alzheimer-Erkrankung (β-Amyloid-Schutz)
  • Ischämischer Schlaganfall
  • Parkinson-Erkrankung (dopaminerge Neuronen)
  • ALS (motorische Neuronen)
  • Allgemeine Neuroprotektion
  • Anti-Aging (Longevity-Ansatz)

Stand der Forschung

Evidenzlevel: präklinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Unbekannt. Stabiler als Humanin durch ADNF-Komponente. Pharmakokinetik unvollständig charakterisiert.

Anwendung in der Forschung

Kein Therapeutikum. Präklinische Dosen: 0,1–10 ng/kg (picomolare Effekte). Intranasal oder i.c.v. in Tiermodellen. Keine Humandaten.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

Premium freischalten – 99 € einmalig

Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Colivelin entstand aus einem rationellen Peptid-Design-Ansatz: Humanin (endogenes mitochondriales neuroprotektives Peptid) und ADNF (Activity-Dependent Neurotrophic Factor – aus VIP-induzierter ADNP-Aktivierung, verwandt mit dem NAP/Davunetid-System) haben beide neuroprotektive Eigenschaften, aber auf unterschiedlichen Wegen.

Die Hypothese: Hybridisierung beider Peptide könnte Synergismus erzeugen. Das Ergebnis (Colivelin) übertraf Humanin um Größenordnungen in Wirksamkeit (pikomolar vs. nanomolar).

Wirkmechanismus

  • Humanin-Komponente: STAT3-Aktivierung, JAK2-Phosphorylierung → anti-apoptotisch, Mitochondrien-Schutz
  • ADNF-Komponente: HSP70-Expression↑, NF-κB-Modulation → anti-exzitotoxisch
  • Synergie: Beide Mechanismen addieren sich → Schutz bei niedrigen picomolaren Konzentrationen
  • β-Amyloid-Antagonismus: Direkte Blockade toxischer Amyloid-Oligomere
  • ER-Stress-Hemmung: Reduktion des unfolded protein response (UPR)
  • ALS: Schutz motorischer Neuronen vor SOD1-mutationsinduziertem Zelluntergng

Vergleich Humanin vs. Colivelin

PeptidEffektive KonzentrationMechanismus
HumaninnMSTAT3, BCL-2
ADNF-9pMHSP70, NF-κB
ColivelinpM (stärker als beide)Kombination

Therapeutisches Potenzial

Colivelin zeigt in ALS-Mausmodellen verlängerte Überlebenszeit – ein bedeutsames präklinisches Signal. Bei Alzheimer-Mäusen verbesserte es kognitive Testergebnisse. Picomolare Effektivität ist bemerkenswert.

Warum noch kein Therapeutikum?

  1. Alle Daten aus Tier-Studien
  2. Humanin/ADNF-verwandte Systeme komplex
  3. BBB-Gängigkeit für systemische Gabe unbekannt
  4. Keine Tox-Studien für IND-Antrag

Einschränkungen

Völlig präklinisch. Keine Humandaten, keine Sicherheitsstudien. BBB-Gängigkeit ungelöst. Extrem vielversprechend in vitro und im Tiermodell, aber Translationslücke groß.

STUDIEN

Verlinkte Forschung

WEITERE PROFILE

Verwandte Peptide

Zurück zur Datenbank
Teilen