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Hormone & NeuropeptideResearch Use OnlyProfil #36
#36

Substanz P

Neuropeptid der Schmerzübertragung

Was es ist

Ein Undecapeptid (11 AS: Arg-Pro-Lys-Pro-Gln-Gln-Phe-Phe-Gly-Leu-Met-NH2) aus der Tachykinin-Peptidfamilie.

Entdeckt 1931 von von Euler und Gaddum. Wirkt über Neurokinin-1-Rezeptoren (NK1R). Hauptsächlich in primären sensorischen Neuronen (C-Fasern) und im Gehirn produziert.

Wofür es erforscht wird

  • Schmerzübertragung und chronischer Schmerz
  • Fibromyalgie-Forschung
  • Entzündungsreaktion (neurogene Entzündung)
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Depression und Angst

Stand der Forschung

Evidenzlevel: klinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Sehr kurz: Sekunden bis wenige Minuten. Enzymatischer Abbau durch Neprilysin und ACE.

Anwendung in der Forschung

Endogenes Neuropeptid. Keine therapeutische Anwendung von Substanz P selbst. NK1-Antagonisten (Aprepitant) therapeutisch gegen Übelkeit.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Substanz P (von „substance P” = powder/preparation) wurde 1931 als erstes Neuropeptid überhaupt entdeckt – in einem Extrakt aus Darm- und Hirngewebe, der Darmmotilität und Blutdrucksenkung bewirkte. Mehr als 90 Jahre später ist es immer noch eines der am intensivsten erforschten Schmerz-Neuropeptide.

Rolle in der Schmerzübertragung

Substanz P ist der klassische Neurotransmitter der Schmerzübertragung im peripheren und zentralen Nervensystem:

  • Freigesetzt aus C-Fasern (langsame Schmerzfasern)
  • Aktiviert NK1-Rezeptoren im Hinterhorn des Rückenmarks
  • Bei Fibromyalgie erhöhte SP-Spiegel im Liquor nachweisbar
  • Beteiligt an neurogener Entzündung (axonaler Reflex)

Therapeutische Konsequenzen

Anstatt SP selbst zu blockieren, entwickelte man NK1-Rezeptor-Antagonisten. Aprepitant (Emend) ist ein NK1-Antagonist und zugelassen zur Prophylaxe von chemotherapieinduzierter Übelkeit – ein indirekter Beweis für die klinische Relevanz des SP-Systems.

Rechtlicher Status (Deutschland)

Endogenes Neuropeptid. NK1-Antagonisten als Arzneimittel verschreibungspflichtig.

Einordnung

Substanz P ist ein Paradebeispiel für die Komplexität der Neuropeptid-Pharmakologie: Das Peptid selbst ist nicht therapeutisch einsetzbar, aber das Verständnis seiner Rezeptoren führte zu wirksamen Antiemetika.

STUDIEN

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