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Wachstumshormon-StimulanzienResearch Use OnlyProfil #07
#07

Ipamorelin

Selektives Pentapeptid – GH-Secretagogue

Was es ist

Ipamorelin (Aib-His-D-2-Nal-D-Phe-Lys-NH2) ist ein synthetisches Pentapeptid und selektiver Agonist am Wachstumshormon-Sekretagog-Rezeptor (GHSR-1a, Ghrelin-Rezeptor).

Im Vergleich zu älteren GHRPs (GHRP-2, GHRP-6) stimuliert Ipamorelin nahezu ausschließlich die GH-Ausschüttung ohne nennenswerte Effekte auf Cortisol, Prolaktin oder Appetit. Entwickelt von Novo Nordisk in den späten 1990er Jahren.

Wofür es erforscht wird

  • Selektive GH-Freisetzung
  • Ghrelin-Rezeptor-Pharmakologie
  • Postoperative Magenmotilität (Ileus)
  • Körperzusammensetzung

Stand der Forschung

Evidenzlevel: klinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Ca. 2 Stunden im Plasma nach subkutaner Injektion. GH-Pulse sind entsprechend kurz und pulsatil – physiologisch günstig gegenüber Daueraktivierung.

Anwendung in der Forschung

In der Forschung subkutan injiziert. Häufig in Kombination mit GHRH-Analoga wie CJC-1295 (ohne DAC) für synergistische GH-Freisetzung. Forschungsdosierungen: 100–300 µg subkutan, 1–3× täglich. Keine zugelassene humane Therapiedosierung.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Ipamorelin wurde Ende der 1990er Jahre von Novo Nordisk als selektiverer Nachfolger der ersten Generation von Growth Hormone Releasing Peptides (GHRP-2, GHRP-6) entwickelt. Das zentrale Designziel war Selektivität für den Ghrelin-Rezeptor (GHSR-1a) ohne die unerwünschten Nebenwirkungen älterer GHRPs: Cortisol-Anstieg, Prolaktin-Erhöhung und Hungersteigerung.

Wirkmechanismus

Ipamorelin bindet an GHSR-1a in der Hypophyse und im Hypothalamus und löst eine pulsatile GH-Freisetzung aus. Im Gegensatz zu GHRH-Analoga (wie CJC-1295) wirkt es nicht über den GHRH-Rezeptor, sondern über den Ghrelin-Pfad. Deshalb ist die Kombination mit einem GHRH-Analog wissenschaftlich interessant: Beide Rezeptorpfade wirken synergistisch – die kombinierte GH-Ausschüttung übersteigt die Summe der Einzeleffekte.

Selektivität gegenüber älteren GHRPs

EigenschaftGHRP-6GHRP-2Ipamorelin
GH-Stimulation+++++++
Cortisol-Anstieg+++Minimal
Prolaktin-Anstieg+++Minimal
Appetit-Steigerung+++Minimal

Studienlage

  • Frühe humane Phase-1-Studien (Gobburu et al., 1999) zeigten gute Verträglichkeit und messbare GH-Anstiege nach i.v.-Gabe
  • Eine Phase-2/3-Studie zu postoperativem Ileus (Beck et al., 2014) zeigte gemischte Ergebnisse – das klinische Entwicklungsprogramm für diese Indikation wurde eingestellt
  • Keine Zulassung für irgendeine Indikation weltweit

Was offen bleibt

  • Langzeitsicherheit bei wiederholter subkutaner Anwendung
  • Effekte auf Glukose-Homöostase bei Daueranwendung
  • Optimale Dosierungen im nicht-klinischen Anwendungsbereich
  • Klinische Endpunkte (Muskelmasse, Knochendichte) bei längerer Anwendung
  • Desensitisierungsverhalten bei regelmäßiger Gabe

Wichtige Hinweise

  • Kein zugelassenes Arzneimittel: Nicht für die Anwendung am Menschen zugelassen
  • WADA-Verbotsliste: Ipamorelin ist als GHRP-Peptid auf der WADA-Liste; positive Tests führen zu Sperren
  • GH-Effekte im Wachstumsalter: Bei Minderjährigen prinzipiell kontraindiziert; GH-Excess-Risiken
  • Hypophysenachse: Auswirkungen auf langfristige körpereigene GH-Regulation nicht untersucht
  • Reinheitsrisiko: Research-Peptide unterliegen keiner Arzneimittelqualitätskontrolle

Rechtlicher Status (Deutschland)

Ipamorelin ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen. Vertrieb und Anwendung am Menschen sind nicht erlaubt. Es steht auf der WADA-Verbotsliste (Klasse S2).

Einordnung

Ipamorelin gehört zu den am häufigsten verwendeten Research Peptides im GH-Secretagogue-Kontext. Die Datenlage zur Wirkung auf GH-Pulse ist solide, die Selektivität gegenüber älteren GHRPs ein echter Vorteil. Was fehlt, sind Langzeit-Sicherheitsdaten und klinische Outcome-Studien bei gesunden Erwachsenen. Die Kombination mit einem GHRH-Analog (CJC-1295 ohne DAC) ist die meistdiskutierte Anwendungsform – scientifisch plausibel, rechtlich aber genauso problematisch wie die Einzelanwendung.

STUDIEN

Verlinkte Forschung

WEITERE PROFILE

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