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Wachstumshormon-StimulanzienResearch Use OnlyProfil #19
#19

Hexarelin

GH-Secretagogue / GHRP-Analogon

Was es ist

Hexarelin (His-D-2-MeTrp-Ala-Trp-D-Phe-Lys-NH2) ist ein synthetisches Hexapeptid und Agonist am Ghrelin/GHS-Rezeptor sowie am kardialen CD36-Rezeptor.

Entwickelt in den frühen 1990er Jahren als potenterer Nachfolger von GHRP-6. Zeigt direkte kardioprotektive Eigenschaften unabhängig von GH – ein wissenschaftlich bedeutsames Alleinstellungsmerkmal in der GHRP-Klasse.

Wofür es erforscht wird

  • Wachstumshormon-Stimulation (stärkste GHRP)
  • Kardioprotektive Eigenschaften (GH-unabhängig)
  • Körperzusammensetzung
  • Gastrale Motilität
  • Desensitisierungsforschung

Stand der Forschung

Evidenzlevel: klinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Ca. 55–70 Minuten nach subkutaner Injektion. GH-Response rascher Anstieg, Normalisierung binnen 2–3 Stunden.

Anwendung in der Forschung

Subkutan oder intravenös in Forschungsstudien. Forschungsdosierungen: 100–200 µg subkutan. Keine zugelassene Dosierung. Problematisch: Desensitisierung bei täglicher Gabe.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Hexarelin wurde in den frühen 1990er Jahren entwickelt und ist eines der potentesten bekannten GHRP-Analoga – es stimuliert die GH-Ausschüttung stärker als GHRP-2 oder GHRP-6. Ein wichtiger klinischer Befund: Bei wiederholter Gabe tritt schnell eine ausgeprägte Desensitisierung ein – die GH-Ausschüttung nimmt innerhalb weniger Tage bis Wochen bei täglicher Anwendung deutlich ab. Dies begrenzt seinen praktischen Nutzen als GH-Secretagogue erheblich.

Das wissenschaftlich bedeutsame Alleinstellungsmerkmal: CD36-Bindung

Hexarelin bindet nicht nur an den Ghrelin-Rezeptor GHSR-1a, sondern auch an den kardialen Scavenger-Rezeptor CD36. Über diesen Weg wurden in Tiermodellen direkte kardioprotektive Effekte beobachtet – unabhängig von GH. Dieser Mechanismus ist innerhalb der GHRP-Klasse einzigartig und macht Hexarelin wissenschaftlich interessant über reine GH-Stimulation hinaus.

Desensitisierung: Das zentrale Anwendungsproblem

In klinischen Studien (Loche et al., 1997) trat bei täglicher i.v.-Gabe über 1–2 Wochen eine erhebliche Abschwächung der GH-Response auf. Das Ausmaß der Desensitisierung ist bei Hexarelin ausgeprägter als bei Ipamorelin oder GHRP-2. Eine vollständige Erholung benötigt mehrere Wochen Pause.

Was die Forschung untersucht

Neben der GH-Stimulation:

  • Kardioprotektive Effekte: Schutz vor ischämischer Herzschädigung (via CD36, Tiermodelle)
  • Gastrale Motilität: Einfluss auf Magenentleerung
  • Körperzusammensetzung: GH-vermittelte anabole Effekte (analog zu anderen GHRPs)

Wichtige Hinweise

  • Nicht für die Anwendung am Menschen zugelassen
  • Desensitisierung: Praktisch limitierende Eigenschaft für Anwendungsprotokolle – regelmäßige Pause notwendig
  • Cortisol/Prolaktin: Stärker ausgeprägt als bei Ipamorelin
  • WADA-Verbotsliste: Als GHRP verboten (Klasse S2)
  • Keine Langzeit-Sicherheitsdaten beim Menschen

Rechtlicher Status (Deutschland)

Research-only. Keine Zulassung in Deutschland oder der EU. WADA-Verbotsliste.

Einordnung

Hexarelin ist wissenschaftlich interessant – besonders durch seine GH-unabhängigen kardialen Effekte via CD36. Für GH-Stimulationsprotokolle ist die ausgeprägte Desensitisierung ein kritisches Problem, das Hexarelin gegenüber Ipamorelin oder GHRP-2 klar nachteilig macht. Im kardioprotektiven Forschungskontext bleibt es jedoch eine relevante Referenzsubstanz.

STUDIEN

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