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Biohacking & RegenerationResearch Use OnlyProfil #73
#73

Dihexa

HGF/Met-Agonist – synaptogenes Peptid

Was es ist

Dihexa (N-hexanoic acid-Tyr-Ile-His-Pro-Phe-OH, auch PNB0408) ist ein synthetisches Hexapeptid-Derivat, entwickelt von Joseph Harding und Janine Bhall an der Washington State University.

Es basiert auf Angiotensin IV und dem AT4-Rezeptor-Liganden Norleucine1-Angiotensin IV, wurde aber für Hirn-Durchdringlichkeit und Stabilität optimiert. Dihexa bindet mit extrem hoher Affinität an Hepatocyte Growth Factor (HGF) und dessen Rezeptor c-Met, was einen synaptogenen Signalweg aktiviert, der die dendritische Dichte und synaptische Verbindungen in Neuronen erhöht.

Wofür es erforscht wird

  • Kognitionsverbesserung und Gedächtnisbildung
  • Alzheimer-Erkrankung und Demenz
  • Parkinson-Erkrankung (neuroprotektiv)
  • Schizophrenie (kognitive Defizite)
  • Hirntraumata (TBI)
  • Post-COVID-Kognitiver Abbau

Stand der Forschung

Evidenzlevel: präklinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Oral bioverfügbar und lipophil (passiert die Blut-Hirn-Schranke). Plasmahalbwertszeit nicht präzise publiziert. Im Tiermodell nach einmaliger oraler Gabe über Tage anhaltende ZNS-Wirkungen beschrieben.

Anwendung in der Forschung

Präklinisch oral (Trinkwasser) oder intranasal. Im Tiermodell 1–10 mg/kg mit anhaltender Wirkung nach wenigen Dosen. Keine klinische Dosierung etabliert. Off-Label-Verwendung bei Menschen ohne klinische Datenbasis.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Dihexa entstand aus der systematischen Erforschung der AT4-Rezeptor-Liganden durch Joseph Harding und Kollegen an der Washington State University. Der AT4-Rezeptor wurde später als Insulin-reguliertes Aminopeptidase (IRAP) identifiziert. Bei der Optimierung der Verbindungen für Hirnpenetration und metabolische Stabilität entdeckte die Gruppe, dass bestimmte Derivate über HGF/c-Met und nicht über IRAP wirken.

Dihexa erlangte in der Biohacking-Community erhebliche Aufmerksamkeit, nachdem Berichte über besonders starke kognitive Effekte im Tiermodell publik wurden. Die ursprüngliche Forschungsarbeit (McCoy et al. 2013) zeigte, dass Dihexa im Sozial-Erkennungstest für kognitive Defizite bei Ratten stärker wirksam war als BDNF (brain-derived neurotrophic factor) – ein Vergleich, der große Aufmerksamkeit erzeugte.

Wirkmechanismus

  • HGF-Bindung: Dihexa bindet direkt an Hepatocyte Growth Factor (HGF) mit extrem hoher Affinität (Kd im picomolaren Bereich)
  • c-Met-Aktivierung: HGF/Dihexa-Komplex aktiviert den c-Met-Tyrosinkinase-Rezeptor auf Neuronen
  • Synaptogenese: c-Met-Signaling fördert Dendritenwachstum, Synapsenbildung und dendritic spine density↑
  • BDNF-unabhängig: Ergänzender Mechanismus zu klassischen Neurotrophinen
  • Angiotensin-IV-Verwandtschaft: Moduliert möglicherweise auch lokale ZNS-Renin-Angiotensin-Systeme

Forschungsstand

Die präklinischen Daten sind eindrucksvoll: In Modellen kognitiver Beeinträchtigung (transgene Alzheimer-Mäuse, Scopolamin-induzierter Gedächtnisverlust) zeigte Dihexa bei sehr niedrigen Dosen signifikante kognitive Verbesserungen, die über Wochen anhielten.

Klinische Studien am Menschen existieren nicht. Das Fehlen humaner Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten ist der entscheidende Kritikpunkt. Dihexa hat aufgrund seiner HGF/c-Met-Aktivierung potenziell proliferative Wirkungen, was bei unkontrollierter Selbstexperimentation theoretische Onkogenitätsrisiken aufwirft – c-Met ist bei verschiedenen Karzinomen überexprimiert.

Die Community-Nutzung ohne klinische Grundlage ist wissenschaftlich nicht gerechtfertigt.

STUDIEN

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