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Biohacking & RegenerationResearch Use OnlyProfil #02
#02

TB-500

Synthetisches Thymosin-Beta-4-Fragment

Was es ist

TB-500 ist ein synthetisches 17-Aminosäuren-Peptid (LKKTETQ), das der aktiven Region des natürlich vorkommenden 43-Aminosäuren-Proteins Thymosin Beta-4 (Tβ4) entspricht.

Diese Region ist für die Aktin-Bindungsaktivität von Tβ4 verantwortlich. Tβ4 ist in praktisch allen menschlichen Zellen vorhanden und reguliert Aktin-Polymerisation, Zellmigration und Wundheilung. TB-500 bildet diese spezifische Funktionsdomäne nach.

Wofür es erforscht wird

  • Wundheilung v. Haut Hornhaut Myokard
  • Zellmigration und Gewebereparatur
  • Aktin-Polymerisation
  • Angiogenese (Gefäßneubildung)
  • Kardioprotektion (Tiermodelle)

Stand der Forschung

Evidenzlevel: präklinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Subkutan/intramuskulär: mehrere Tage im Tiermodell berichtet (genaue Daten fehlen). Beim Menschen nicht charakterisiert. Orale Bioverfügbarkeit nahezu null durch Peptidase-Abbau im GI-Trakt.

Anwendung in der Forschung

In der Forschung subkutan oder intramuskulär injiziert. Keine etablierte humane Dosierung. In Tiermodellen: 2–10 mg/kg. In der Biohacking-Community werden typischerweise 2–5 mg/Woche subkutan diskutiert – ohne klinische Grundlage.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Thymosin Beta-4 (Tβ4) ist ein 43 Aminosäuren langes Protein, das in praktisch allen Körperzellen vorkommt. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Aktin-Polymerisation – dem Prozess, durch den Zellen ihre Struktur aufbauen und sich bewegen. Tβ4 wird von einer Forschergruppe um Hynda Kleinman und anderen intensiv in der Wundheilungs- und Kardiologieforschung untersucht.

TB-500 ist ein synthetisches Fragment dieser aktiven LKKTETQ-Sequenz, das die Aktin-Bindungsdomäne von Tβ4 nachbildet. Wichtig: TB-500 ist nicht identisch mit Tβ4 – die klinischen Daten zu Tβ4 (z. B. in Studien zu Dry Eye und kardialer Reparatur) lassen sich nicht direkt auf TB-500 übertragen.

Was die Forschung untersucht

In Tiermodellen und Zellkulturen wurden Effekte des natürlichen Tβ4-Proteins (und teilweise des LKKTETQ-Fragments) beobachtet auf:

  • Wundheilung (Haut, Hornhaut, Herzgewebe)
  • Migration von Endothel- und Stammzellen in geschädigtes Gewebe
  • Reduktion von Narbenbildung
  • Angiogenese (Neubildung von Blutgefäßen)
  • Schutz des Myokards nach experimentellem Herzinfarkt

Was wir nicht wissen

Die Humanevidenz für TB-500 als isoliertes Forschungspeptid ist nicht existent. Es laufen klinische Studien zu nativem Tβ4 (z. B. bei trockenem Auge, Herzinfarktfolgeschäden), aber TB-500 als Research Peptide ist nicht dasselbe wie Tβ4 und ist kein zugelassenes Medikament. Offene Fragen:

  • Pharmakokinetik beim Menschen bei verschiedenen Dosierungen
  • Langzeitsicherheit
  • Tatsächliche Wirksamkeit bei Sportverletzungen (eines der populärsten Anwendungs-Narrative, wissenschaftlich nicht belegt)
  • Unterschiede zwischen Tβ4 und dem TB-500-Fragment im menschlichen Organismus

Wichtige Hinweise

  • Keine humanpharmakokinetischen Daten: Wie lange TB-500 im menschlichen Körper verbleibt, ist nicht bekannt
  • Reinheitsrisiken: Keine regulatorische Qualitätskontrolle von Research-Peptide-Produkten
  • Theoretisches Risiko: Angiogenese-fördernde Wirkstoffe könnten bei malignen Erkrankungen kontraindiziert sein
  • Wechselwirkungen: Nicht untersucht

Anti-Doping-Status

TB-500 steht auf der WADA-Verbotsliste (Klasse S2: Peptidhormone, Wachstumsfaktoren und verwandte Substanzen). Sportler werden bei positiven Tests gesperrt. Seit 2014 ist LKKTETQ-Peptid explizit in der WADA-Liste erfasst.

Rechtlicher Status (Deutschland)

TB-500 ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen. Vertrieb und Bewerbung als Heilmittel oder zur Anwendung am Menschen sind unzulässig. Der Besitz ist nicht explizit verboten, die Anwendung am eigenen Körper ist aber nicht legal abgesichert.

Einordnung

TB-500 hat im Biohacking-Bereich ein starkes Marketing-Narrativ ("Heilung von Sportverletzungen"), das durch die aktuelle Datenlage nicht ausreichend gestützt ist. Das natürliche Protein Tβ4 ist Gegenstand seriöser Forschung – TB-500 als injizierbare Research-Substanz hingegen bewegt sich in einer Grauzone, sowohl wissenschaftlich als auch rechtlich. Die Übertragung von Tβ4-Forschungsergebnissen auf TB-500 ist methodisch problematisch.

STUDIEN

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