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Kosmetische PeptideResearch Use OnlyProfil #134
#134

Collagen-Tripeptid

Pro-Hyp-Gly und Hyp-Gly-Pro – Kollagen-Bioaktiv-Fragmente

Was es ist

Kollagen-Bioaktiv-Peptide, insbesondere das Dipeptid Pro-Hyp (Prolyl-Hydroxyprolin) und das Tripeptid Pro-Hyp-Gly, sind die hauptsächlichen bioaktiven Fragmente, die bei der enzymatischen Hydrolyse von Kollagen (Typ I, II, III) entstehen.

Diese Peptide entstehen beim Verdau von Kollagen-Hydrolysat und werden – anders als lange angenommen – tatsächlich intakt in den Blutkreislauf aufgenommen. Pro-Hyp und Pro-Hyp-Gly binden an Fibroblasten-Rezeptoren und stimulieren dort die Synthese von neuem Kollagen I, III und Hyaluronsäure. Sie wirken sowohl in der Dermis (Haut) als auch in Knorpel und Knochen.

Wofür es erforscht wird

  • Haut-Elastizität und Anti-Aging-Wirkung
  • Faltenreduktion und Hautfeuchtigkeit
  • Gelenkschutz und Knorpelregeneration
  • Knochengesundheit (Kollagen-Matrix)
  • Wundheilung
  • Darm-Barriere-Schutz

Stand der Forschung

Evidenzlevel: klinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Pro-Hyp im Plasma: nachweisbar für mehrere Stunden nach oraler Einnahme (2,5–10 mg/kg als Kollagen-Hydrolysat).

Anwendung in der Forschung

Oral: 2,5–15 g/Tag Kollagen-Hydrolysat (entspricht ~100–600 mg Pro-Hyp-Äquivalent). Mehrfach in RCTs geprüft: 2,5 g/Tag (Verisol®-Studien) zeigten Haut-Elastizitäts-Verbesserung nach 4–8 Wochen.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Orale Kollagen-Supplementierung war lange scientifisch umstritten: Die Skepsis basierte auf der Annahme, dass Kollagen-Peptide im GI-Trakt vollständig zu Aminosäuren hydrolysiert werden und keine spezifischen Wirkungen haben. Japanische Grundlagenforschung (Aito Shigemura, Naoki Iwai) widerlegte dies: Bioaktive Dipeptide (vor allem Pro-Hyp) und Tripeptide (Pro-Hyp-Gly) werden tatsächlich intakt aufgenommen und erscheinen im Blut.

Der kritische Unterschied zu anderen Proteinen: Kollagen enthält sehr hohe Anteile an Hydroxyprolin (Hyp), einer seltenen Aminosäure. Pro-Hyp ist deshalb charakteristisch für Kollagen-Abbau und ein verlässlicher Biomarker für die bioaktive Fraktion.

Wirkmechanismus

  • Fibroblasten-Aktivierung: Pro-Hyp und Pro-Hyp-Gly binden Rezeptoren auf dermalen Fibroblasten → Kollagen I und III-Synthese↑ + Hyaluronsäure-Produktion↑
  • TGF-β-Modulation: Kollagen-Peptide beeinflussen TGF-β-Signaling (Wachstumsfaktor für Kollagen-Synthese)
  • Knorpel-Chondrozyten: Ähnliche Stimulation von Chondrozyten-Kollagen-Synthese (Typ II)
  • Anti-apoptotisch: Schutz von Dermal-Fibroblasten vor UV-induzierten Schäden

Klinische Evidenz

Haut (Verisol®-Studien, Proksch 2014):

  • 2,5 g/Tag spezifisches Kollagen-Peptid (bovine Quelle)
  • 4 Wochen: +7% Elastizität, -20% Augenfalten-Tiefe
  • 8 Wochen: statistisch signifikante Ergebnisse

Gelenke (Clark 2008, CJCC-Studie):

  • 10 g/Tag Kollagen-Hydrolysat (Gelita FORTIGEL®)
  • 24 Wochen: signifikante Gelenkschmerz-Reduktion bei Athleten

Quelle und Qualität

Wirksamkeit abhängig von:

  • Spezifischer Hydrolysat-Zusammensetzung (Pro-Hyp-Anteil)
  • Molekulargewicht (<3 kDa bevorzugt für Absorption)
  • Marine vs. bovine vs. porcine Quellen (ähnliche Wirkung)

Einschränkungen

Effektgrößen moderat. Studien oft industriefinanziert. Orale Verfügbarkeit abhängig von Verarbeitungsqualität. Kein reguliertes Arzneimittel – Supplement-Markt mit variabler Qualität.

STUDIEN

Verlinkte Forschung

01
RCT2014

Oral intake of specific bioactive collagen peptides reduces skin wrinkles and increases dermal matrix synthesis

Proksch E, et al. · Skin Pharmacol Physiol

Hinweis: Wir empfehlen, jede zitierte Studie eigenständig zu prüfen. Aktualität, Methodik und Übertragbarkeit auf den Menschen sollten kritisch bewertet werden.

WEITERE PROFILE

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