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Biohacking & RegenerationResearch Use OnlyProfil #64
#64

Ac2-26

N-terminales Peptid des Annexin A1

Was es ist

Ac2-26 ist ein synthetisches Peptid bestehend aus den Aminosäuren 2–26 des N-Terminus von Annexin A1 (ANXA1), einem endogenen Glukokortikoidsekret-Protein.

Annexin A1 ist ein 37 kDa großes Calcium- und Phospholipid-bindendes Protein, das ein zentrales Effektormolekül der Glukokortikoid-vermittelten Entzündungsauflösung darstellt. Das N-terminale Peptid Ac2-26 reproduziert die biologischen Aktivitäten des Gesamtproteins und bindet an Formyl-Peptid-Rezeptoren FPR1 und FPR2/ALX, die als 'Proresolving'-Rezeptoren wirken.

Wofür es erforscht wird

  • Entzündungsauflösung (Resolution of Inflammation)
  • Neutrophilenrekrutierung und Clearance
  • Kardiovaskuläre Ischämie-Reperfusionsschäden
  • Entzündliche Darmerkrankungen
  • Arthritis und Synovialentzündung
  • Mikrozirkulationsstörungen

Stand der Forschung

Evidenzlevel: präklinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Nicht klinisch charakterisiert. Als kurzes Peptid wahrscheinlich < 30 Minuten im Plasma. Lokale Effekte nach intraartikulärer oder lokaler Applikation potenziell länger.

Anwendung in der Forschung

In präklinischen Studien intravenös: 10–300 µg/kg, intraperitoneal oder lokal. Nanopartikel-basierte Formulierungen (PLGA-Nanopartikel) werden zur verbesserten Bioverfügbarkeit entwickelt. Keine humane Dosierung etabliert.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Annexin A1 (ANXA1) ist ein endogenes Protein, das 1979 zunächst als „lipocortin” identifiziert wurde – als Vermittler der entzündungshemmenden Wirkung von Glukokortikoiden. Glukokortikoide induzieren die Sekretion von Annexin A1 aus Phagozyten, das dann durch Bindung an FPR2/ALX-Rezeptoren benachbarter Zellen die Neutrophileninfiltration hemmt und Entzündungsprozesse auflöst.

Das N-terminale Peptid Ac2-26 (Aminosäuren 2–26) enthält die biologisch aktive Region des Proteins und reicht aus, um die wesentlichen anti-inflammatorischen Effekte zu reproduzieren. Es ist damit ein Mimetikum eines endogenen Entzündungsauflösungs-Signals.

Wirkmechanismus

Ac2-26 wirkt über die FPR-Rezeptorfamilie (Formyl-Peptid-Rezeptoren):

  • FPR1: Bindung mit moderater Affinität → klassische Entzündungsreaktion
  • FPR2/ALX (FPRL1): Hochaffinität-Bindung → anti-inflammatorische, pro-resolving Wirkung
  • Neutrophilenhemmung: Reduktion der Transmigration durch Endothel, verminderte Degranulation
  • Efferozytose-Förderung: Verbesserter apoptotischer Zellabbau durch Makrophagen
  • NF-κB-Hemmung: Reduktion von IL-6, TNF-α, IL-1β

Das Besondere an Ac2-26 ist seine Rolle als Pro-Resolving Mediator – es beendet Entzündungen aktiv, anstatt sie nur zu supprimieren.

Forschungsstand

Die führende Forschungsgruppe um Mauro Perretti am William Harvey Research Institute (London) hat Ac2-26 und seine Nanopartikel-Formulierungen intensiv untersucht. Besonders vielversprechend sind PLGA-Nanopartikel-Verkapselungen von Ac2-26, die in Mausmodellen von Sepsis und Ischämie-Reperfusion deutlich verbesserte Wirksamkeit zeigten – vermutlich durch gezielte Akkumulation in Entzündungsherden.

Da Ac2-26 ein körpereigenes Peptidmotiv imitiert, wird das Sicherheitsprofil als günstig eingeschätzt. Klinische Studien am Menschen fehlen jedoch bislang.

STUDIEN

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