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Therapeutische PeptideResearch Use OnlyProfil #95
#95

Met-Enkephalin

MENK – Endogenes Opioid-Pentapeptid und Immunmodulator

Was es ist

Methionin-Enkephalin (Met-Enkephalin, MENK) ist ein endogenes Pentapeptid (Tyr-Gly-Gly-Phe-Met), 1975 von Hughes und Kosterlitz zusammen mit Leu-Enkephalin aus Schweinegehirn isoliert.

Es ist eines der ersten endogenen Opioid-Liganden, die entdeckt wurden. MENK wirkt als Agonist an δ-Opioid-Rezeptoren (DOR) und μ-Opioid-Rezeptoren und hat ausgeprägte antinozizeptive Eigenschaften. Zusätzlich fungiert MENK als Opioid Growth Factor (OGF) – der endogene Ligand des OGF-Rezeptors (OGFr/ZETA-Rezeptor) auf Immunzellen und Tumorzellen, was immunregulatiorische und antiproliferative Effekte vermittelt.

Wofür es erforscht wird

  • Immunstimulation und NK-Zell-Aktivierung
  • Krebsimmunologie (OGF/OGFr-System)
  • HIV-assoziierte Immundefizienz
  • Autoimmunerkrankungen (MS, Lupus)
  • Analgesie und Schmerzmodulation
  • Low-Dose-Naltrexon-Mechanismus (LDN)
  • Anti-Aging und Thymusfunktion

Stand der Forschung

Evidenzlevel: klinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Extrem kurz nativ (~1–2 Minuten). OGF-Rezeptor-Signaling anhaltend.

Anwendung in der Forschung

Exogenes MENK: 0,5–3 mg/kg i.v. oder subkutan in Studien. LDN (Low-Dose Naltrexone 1–4,5 mg/Nacht) erhöht endogenes MENK durch temporäre Rezeptorblockade. Direkte MENK-Gabe in Phase-II-Studien bei HIV und Krebs.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Met-Enkephalin war eine der bahnbrechenden Entdeckungen der Neurobiologie: Die Existenz endogener Opioid-Liganden (Enkephaline, Endorphine) erklärte 1975, warum das Gehirn Rezeptoren für Opium-Alkaloide hat. Der μ- und δ-Opioid-Rezeptor hatte evolutionär gesehen immer endogene Liganden.

Jahrzehnte später wurde eine zweite Rolle von Met-Enkephalin entdeckt: Als OGF (Opioid Growth Factor) bindet es an den OGF-Rezeptor (OGFr) – einem Kernrezeptor, der Zellproliferation hemmt. Dies erklärte, warum LDN (Low-Dose Naltrexone) durch kurzzeitige Rezeptorblockade einen „Rebound” von endogenem MENK auslöst und dadurch Autoimmunerkrankungen und einige Tumorarten moduliert.

Wirkmechanismus

  • δ/μ-Opioid-Rezeptoren: Analgesie, Euphorie-Modulation, Stresshormon-Senkung
  • OGF/OGFr-System: Hemmung von Tumorzell-Proliferation; Stimulation normaler Immunzellen
  • NK-Zell-Aktivierung: Direkte Steigerung natürlicher Killerzell-Zytotoxizität
  • T-Zell-Regulation: Förderung T-Helferzellen, Normalisierung Th1/Th2-Balance
  • LDN-Mechanismus: Naltrexon (1–4,5 mg) blockiert kurz Opioidrezeptoren → Rebound-Anstieg von MENK → Immunmodulation

LDN-Verbindung

Low-Dose Naltrexon (LDN) ist das bekannteste indirekte MENK-Enhancement-Tool. LDN (abends eingenommen, blockiert Rezeptoren für ~4–6h) löst einen nächtlichen Rebound von MENK aus, der über OGFr immunmodulatorische Effekte entfaltet. LDN wird bei MS, Morbus Crohn, Fibromyalgie und einigen Krebsformen Off-Label eingesetzt.

Einschränkungen

Direktes exogenes MENK ist wegen seiner kurzen Halbwertszeit unpraktisch. Klinische Studien mit direkter MENK-Gabe sind klein und alt (1980er/1990er). Der LDN-Umweg ist in der Praxis etablierter.

STUDIEN

Verlinkte Forschung

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