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Therapeutische PeptideResearch Use OnlyProfil #149
#149

Elcatonin

Aal-Calcitonin-Analogon – Analgetisches Kalzitonin-Derivat

Was es ist

Elcatonin (Elsitonin, 8-Alanin-Calcitonin aus Aal, Anguilla japonica) ist ein synthetisches Calcitonin-Analogon, das in Japan von Asahi Chemical entwickelt wurde.

Die kritische Modifikation: Die Disulfid-Cystein-Brücke (Cys1-Cys7) des nativen Calcitonins wurde durch eine Aminobutyral-Kohlenwasserstoff-Brücke ersetzt, die metabolisch stabiler ist und nicht durch Reduktionsmittel gespalten werden kann. Elcatonin bindet Calcitonin-Rezeptoren (CTR) auf Osteoklasten und im Gehirn (Hirnstamm/Amygdala für Analgesie). Es ist in Japan, Südkorea und anderen asiatischen Ländern für Osteoporose und Schmerzbehandlung zugelassen.

Wofür es erforscht wird

  • Osteoporose (Knochendichte-Erhalt)
  • Knochenmetastasen-Schmerz
  • Morbus Paget (Knochenerkrankung)
  • Hyperkalzämie maligner Erkrankungen
  • Analgesie bei Osteoporose-Frakturen
  • Arthritis-assoziierter Knochenschmerz

Stand der Forschung

Evidenzlevel: klinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Im Plasma ~30–60 Minuten (länger als Lachscalcitonin durch stabilere Brücke).

Anwendung in der Forschung

In Japan: 40 Einheiten i.m. einmal wöchentlich oder zweiwöchentlich. Oder 20 Einheiten täglich. Nasal (Japan): Elcatonin-Nasenspray. Nicht in Europa oder USA zugelassen.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Elcatonin entstand aus der Forschung um Fisch-Calcitonine: Lachscalcitonin (Salcatonin) zeigte stärkere Wirkung als menschliches Calcitonin. Als Aal-Calcitonin identifiziert wurde, stellte sich heraus, dass es ähnliche Potenz wie Lachscalcitonin hat, aber bestimmte strukturelle Unterschiede. Die Modifikation der Cystein-Brücke durch Aminobutyral verbesserte die metabolische Stabilität.

In Japan ist Elcatonin als Osteoporose-Therapeutikum und Analgetikum bei Knochenschmerzen etabliert. Western markets nutzen hauptsächlich Lachscalcitonin (Miacalcin® nasal in USA/Europa).

Wirkmechanismus

  • Calcitonin-Rezeptor (CTR): Osteoklasten-Hemmung → Knochenresorption↓ → Kalzium-Freisetzung aus Knochen↓
  • Renale Wirkung: Kalziurie↑, Phophaturie↑
  • Analgesie: CTR in Hirnstamm (parabrachialis) und Amygdala → Schmerzhemmung unabhängig von Kalzium-Effekten; β-Endorphin-Release postuliert
  • Anti-inflammatorisch: Calcitonin hemmt proinflammatorische Zytokine (IL-1β, TNF-α) in Gelenkzellen

Vergleich Lachscalcitonin vs. Elcatonin

ParameterLachscalcitoninElcatonin
UrsprungLachs (synthetisch)Aal (synthetisch)
PotenzHöher als humanÄhnlich Lachs
BrückeDisulfidAminobutyral
StabilitätGutBesser (kein Disulfid)
ZulassungEuropa, USAJapan, Asien
NasalJa (Miacalcin®)Ja (Japan)

Analgetische Besonderheit

Calcitonin/Elcatonin hat außer dem Knochen-Effekt eine direkte analgetische Wirkung im ZNS – interessant für osteoporotische Frakturschmerzen und Knochenmetastasen-Schmerz. Dieser Effekt ist unabhängig von Kalzium.

Einschränkungen

Keine EMA/FDA-Zulassung. Lachscalcitonin wurde von EMA für chronische Osteoporose-Indikation 2012 eingeschränkt (leicht erhöhtes Krebsrisiko bei Langzeitanwendung). Gleiches Sicherheitsproblem könnte für Elcatonin gelten.

STUDIEN

Verlinkte Forschung

01
RCT2005

[Calcitonin in the pathogenesis and treatment of osteoporosis]

Hosoi T · Nihon Rinsho

Hinweis: Wir empfehlen, jede zitierte Studie eigenständig zu prüfen. Aktualität, Methodik und Übertragbarkeit auf den Menschen sollten kritisch bewertet werden.

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