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Therapeutische PeptideResearch Use OnlyProfil #87
#87

Cholecystokinin

CCK – gastrointestinales Sättigungs- und Verdauungshormon

Was es ist

Cholecystokinin (CCK) ist ein endogenes Peptidhormon, das 1928 von Ivy und Oldberg aus porcinem Dünndarm-Extrakt beschrieben und 1968 sequenziert wurde.

Es existiert in verschiedenen C-terminalen Formen: CCK-8 (8 AS, häufigste Form im ZNS), CCK-33, CCK-58 (peripher dominant). Die biologisch aktive Region ist das C-terminal sulfatierte Oktapeptid CCK-8. CCK wird von duodenalen und jejunalen I-Zellen nach fett- und proteinreicher Mahlzeit sezerniert. Im ZNS ist CCK-8 eines der häufigsten Neuropeptide, besonders in Kortex, Hippocampus und Amygdala.

Wofür es erforscht wird

  • Sättigungsregulation und Appetithemmung
  • Pankreassekretion (Enzyme) und Gallenblasenmotorik
  • Adipositas-Therapie
  • Angst und Panikstörungen (ZNS-CCK)
  • Kognition und Gedächtnis (CCK-Neuropeptid)
  • Gastroduodenale Motilität
  • Alkohol- und Substanzabhängigkeit

Stand der Forschung

Evidenzlevel: präklinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Halbwertszeit

Nativ: 2–3 Minuten. CCK-8-Analoga (z.B. Sincalid für diagnostische Zwecke) klinisch zugelassen.

Anwendung in der Forschung

Kein Sättigungstherapeutikum zugelassen. Sincalid (Kinevac®): CCK-8-Analog, i.v. für Gallenblasen-Bildgebung und Pankreastests (zugelassen). Forschungs-CCK-1-Agonisten für Adipositas in früher Entwicklung.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

CCK gilt als eines der ersten Sättigungshormone, das experimentell identifiziert wurde. Bereits 1973 zeigten Gibbs, Young und Smith, dass intraperitoneale CCK-Injektion bei Ratten die Mahlzeitgröße reduziert – ein fundamentaler Befund für die hormonelle Appetitregulation. Der Beweis, dass CCK über den Vagusnerv wirkt (vagotomierte Ratten zeigten keine CCK-Sättigungsantwort), legte die Grundlage für das Konzept der Darm-Gehirn-Kommunikation.

Wirkmechanismus

CCK entfaltet seine Hauptwirkungen über zwei Rezeptortypen:

  • CCK1R (CCKA): Peripher – Gallenblase, Pankreas, Vagusafferenzen → Sättigung, Verdauungsenzyme, Gallenblasenkontrak­tion
  • CCK2R (CCKB): ZNS – Angst (Amygdala, Septum), Analgesiepotenzierung, Dopamin-Modulation

Sättigungsmechanismus: CCK bindet an CCK1R auf Vagusafferenzen → Signal über Nervus vagus → Nucleus tractus solitarius → Hypothalamus → Sättigungsgefühl. Dieser Mechanismus ist kurz und malzeitgebunden (kein langfristiger Gewichtsverlust durch CCK alleine).

Forschungsstand

CCK-1R-Agonisten für Adipositas haben in frühen klinischen Studien enttäuscht (Tachyphylaxie, kurze Wirkdauer). Vielversprechender sind Kombinationen von CCK-Effekten mit GLP-1: CCK synergisiert mit GLP-1 an Vagusafferenzen. Das Dualinkret-System könnte stärkere und nachhaltigere Sättigungseffekte erzielen.

CCK-8S als Antagonist-Testsystem und Sincalid als diagnostisches Mittel bei Gallenblasen- und Pankreaserkrankungen sind klinisch etabliert.

STUDIEN

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